Donauradweg rund um Linz
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Fräulein Floras Guide zum Donauradweg

Wo, was, warum: Unser Guide zum oberösterreichischen Donauradweg.

Mit der Donau direkt vor der Haustüre kann man in Linz schon mal auf die Idee kommen, in die Pedale zu treten und sich am Donauradweg durch die Natur zu strampeln. Wir finden: Eine ausgesprochen gute Idee! Also haben wir uns am oberösterreichischen Teil der Strecke auf den Weg gemacht und für euch erkundet, was es dort zu erleben gibt.

Erstens: Passau bis Schlögen

Wer in Passau startet, beginnt den Tag am besten mit einem Kaffeetscherl beim Kaffeewerk. Alle, die mehr Zeit haben, schauen sich die Drei-Flüsse-Stadt ein bisschen genauer an:  Den Punkt, wo sich Donau, Ilz und Inn treffen, zum Beispiel, oder auch die barocke Innenstadt mit einem Dom, der sich echt sehen lassen kann. Besonders Motivierte machen sich auf zur Veste Oberhaus, um die Tour mit einem Rundblick über die Stadt enden zu lassen.

Wanderung zur Donauschlinge

Dann aber wird geradelt, und zwar über die deutsch-österreichische Grenze nach Engelhartszell. Dort steht ein Stift, das nicht nur schön aussieht, sondern in dem auch altes Trappistenbier und Klosterliköre gebraut werden. Vorbei an traditionellen Zillen, die friedlich an der Donau liegen, geht es schließlich Richtung Schlögen, zur Donauschlinge. Hier macht man sich entweder zu Fuß noch auf den kurzen Weg hinauf zum Schlögener Donaublick (unser Tipp: am besten zu Sonnenuntergang!), oder setzt sich ein kleines Stück nach der Schlinge in den Aumüller Fischgasthof und verspeist eine Forelle direkt aus, na, der Donau.

Radeln am Donauradweg bei Linz

Zweitens: Schlögen bis Linz

Wer direkt von Schlögen wegfährt, steigt erst einmal in die kleine Fähre, die den Radweg rund um die Flussbiege komplettiert. Alle anderen radeln ohne Bootsfahrt weiter bis nach Aschach und kauf sich ein Eis beim Café Weltzer – das anscheinend beste selbstgemachte Eis der Welt. Ob das stimmt, müsst ihr selbst herausfinden – wir garantieren aber, nach einer anstrengenden Radltour ist das Eis auf jeden Fall das Erfrischendste, was man sich so vorstellen kann. Am nördlichen Donauradweg wird schließlich weiter bis nach Linz gestrampelt, nicht aber, ohne einen Badestopp bei den Feldkirchner Badeseen einzulegen. Wer den verpasst hat, hat in Ottensheim bei der Gatschinsel noch einmal die Chance, kurz ins kühle Nass zu springen – hier allerdings in keinen See, sondern gleich in die Donau.

Feldkirchner Badeseen bei Linz

Übrigens: Alle, die hier nochmal Donau-Seite wechseln möchten, können das auf der Drahtseilbrücke machen, die Ottensheim mit Wilhering verbindet. Wobei, Brücke ist gut gesagt – in Wirklichkeit schwimmt hier ein Schiff, festgemacht an und geleitet von einem Drahtseil, hin und her. Auf jeden Fall eine Erfahrung wert.

Drittens: Linz bis Grein

Eher ruhig geht’s dann weiter bis an die andere Seite von Oberösterreich, immer schön an der Grenze zum nächsten Bundesland entlang. Hier lohnt sich noch einmal ein kurzer Sprung in den Pleschingersee (etwas dreckig, aber gratis!) oder den Steyregger Badesee (weniger dreckig, aber kostet Eintritt!), bevor es über Mauthausen nach Grein weitergeht. Zugegeben, mit Sehenswürdigkeiten ist hier nicht viel los, außer vielleicht an der Stelle, wo die Traun in die Donau fließt – dort stehen nämlich zwei Brückenpfeiler aus der Zeit, in der sich die voest dachte, sie könnte einfach mal ohne Genehmigung eine praktische Brücke ans andere Ufer bauen. Leider nein! Die Pfeiler extra wieder abzureißen wäre aber auch irgendwie blöd, also stehen sie halt immer noch im Wasser.

Psst, noch ein Tipp: Wer am Nordufer radelt, spart sich ein paar Umwege, die durch Zuflüsse in die Donau entstehen.

Sonniger Tag am Donauradweg

Und dann?

Wem das jetzt alles zu fad war, weil too close to home, packt am besten die Satteltaschen, schnappt sich ein Zelt plus Isomatte und radelt einfach weiter. Von Grein nach Wien, nach Bratislava, weiter nach Budapest, bis schließlich ins rumänische Donaudelta am Schwarzen Meer. Wir sind uns sicher: Das Abenteuer wär‘die Strampelei auf jeden Fall wert.