Bärlauch sammeln in Linz
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Bärlauch pflücken in Linz

Wo man den Knofi-Ersatz jetzt garantiert findet.

Mit Geheimtipps ins Internet schreiben ist das ja so eine Sache … aber weil wir nun einmal nicht so sind, verraten wir euch heute unsere exklusiven Geheimplatzerl, an denen wir bisher hervorragenden Bärlauch in Linz gefunden haben. Aber psssscchchhht, ok?

#1 Die Traunauen

Lange, breite Flussbetten, saftige Wälder und unendlich viele Zugänge: Wer als erster bei den Traunauen nach Bärlauch Ausschau haltet, liegt auf keinen Fall falsch. An mehreren Stellen konnten wir in den letzten Tagen einen duftenden Bärlauchteppich entdecken und haben unsere Taschen mühelos vollgepackt bekommen. Der Auweg in Ansfelden oder die Brücke in Ebelsberg sind zum Beispiel gute Ausgangspunkte.

#2 In der Puchenau

Auch gen der Donau lässt sich das knackige Grün schon von weitem sichten – und leicht transportieren: Vom Mühlkreisbahnhof in Urfahr ist man nämlich mit dem Regionalzug in flotten 7 Minuten in Puchenau. Da kann man getrost ein, zwei Kilo Bärlauch mehr sammeln. Und bevor was übrig bleibt: Verschenken kann man ihn ja auch noch. Im Rohzustand oder als Pesto beispielsweise.

#3 Die Weikerlseen

Der große Weikerlsee ist ja eigentlich kein Geheimtipp mehr unter den bärlauchliebenden Linzer*innen. Für alle Neulinge im Bärlauch-Business sind die zwei schönen Seen im Süden von Linz aber auf alle Fälle ein guter Probelauf. Ihr großer Vorteil: Mit der Straßenbahn 2 kommt man Richtung Solar City auch als Öffi-Fahrer easy zum grünen Knofi-Ersatz.

#4 In der Schwaigau

Noch ein wenig weiter draußen liegt die Schwaigau. Noch nie davon gehört? Muss sich ändern! Denn wer vom Südparkkreisverkehr in Richtung Gärtnerei fährt, der wird da schon links und rechts neben der Straße fündig: Es leuchtet keine drei Meter entfernt verdächtig grün hervor. Wem das nicht reicht, der kann von da aus auch in Richtung Ausee auf Bärlauch-Jagd gehen.

#5 Im Winklerwald

“Hey, Fräulein Flora, geht’s vielleicht ein wenig näher auch?” Aber klar – wie wäre es mit dem süßen Winklerwald: Praktisch in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen, ist er für einen kleinen Abstecher ins Bärlauch-Paradies auch für alle Zentrumsbewohner*innen ideal. Und als zusätzlichen Zeitvertreib gibts dort auch noch einen schnuckeligen Waldspielplatz. Gern geschehen!

Übrigens! Für alle, bei denen der Biologieunterricht auch schon ein Zeitl her ist: Den Unterschied zwischen Herbstzeitlose und Bärlauch solltet ihr euch vor dem Brockn unbedingt nochmal gut einprägen. Bärlauchblätter treiben einzeln aus dem Boden und haben einen dünnen Blattstiel. Beim Zerreißen riecht der Saft stark – na no na ned – nach Knoblauch. Die Herbstzeitlosen bestehen hingegen aus schmal-länglichen Blättern, die ohne Stiel direkt am Stängel sitzen und in Büscheln aus dem Boden wachsen. Und auch ganz wichtig: Der Saft der Herbstzeitlose ist geruchlos. So, Unterrichtsstunde beendet – ab gehts in den Wald!